Google Chromecast Audio im Test: Streaming-Scheibe für Musik

Erhältlich für 39 Euro

von Alexander Zollondz
Passend zur Funktion besitzt Chromecast Audio Rillen wie eine Vinyl-Scheibe.

AirPort Express lässt grüßen: Wie Apple hat auch Google einen Adapter zur digitalen Erweiterung analoger Lautsprecher und Stereo-Anlagen auf den Markt gebracht. Chromecast Audio funktioniert denkbar einfach - hat neben Vorteilen aber auch einige Nachteile. Welche das sind, verrät der netzwelt-Test.

Inhaltsverzeichnis

  1. Installation
  2. Apps für Chromecast
  3. Streaming und Multiroom
  4. Fazit

Neben Chromecast 2 hat Google auf seinem Android-Event Ende September auch einen zweiten neuen Chromecast-Adapter vorgestellt. Er hört auf den Namen Chromecast Audio und soll das leisten, was Chromecast für Fernseher leistet: Analoge Lautsprecher oder -Stereo-Anlagen internetfähig machen. "Lieblingsmusik auf die Boxen streamen" steht auf der Verpackung für Chromecast Audio.

Das Konzept erinnert an AirPort Express. So besitzt Chromecast Audio wie das Apple-Gerät einen analog-optischen Audioausgang zur Verbindung mit Boxen oder Verstärkern. Gleichwohl: Das Streaming-Gerät von Google ist weit kleiner als das Apple-Pendant, besitzt längst nicht dessen Funktionsumfang und kommt wie Chromecast 2 in kreisrunder Miniaturform daher. Mit seinen eingekerbten Rillen soll es an Vinyl erinnern – passend zum Thema Audiostreaming.

Video: Google Chromecast Audio im Test

Mitgeliefert wird ein kurzes Miniklinkenkabel; wer ein 3,5-mm-Cinch-Verbindungskabel oder ein optisches Toslink-Kabel braucht, muss es hinzukaufen. Die Kosten für dieses Zubehör liegen unter zehn Euro und halten sich damit in Grenzen.

Installation

Die Installation von Chromecast Audio ist einfach. Dafür installiert man zunächst die Chromecast-App für iOS und Android auf Smartphone oder Tablet, verbindet sich über das Miniprogramm mit dem Chromecast und übergibt die Funkparameter des heimischen WLAN-Netzwerkes an den Stick. Dieses sollte man bei der Einrichtung zur Hand haben – das Kennwort wird manuell übergeben.

Nach der Installation ist Chromecast Audio bereit, Audiostreams von iOS- oder Android-Geräten, PC oder Mac zu empfangen. Allerdings ist das System längst nicht so universell einsetzbar wie die AirPlay-Konkurrenz: Funktioniert das Streaming beim Apple-Pendant mit jeder per Lautstärke-Button regelbarer App, weil es im System verankert ist, so muss es bei Chromecast Audio speziell in die jeweilige App eingebaut werden.

Chromecast Audio
Abmessungen 52 x 52 x 13,5 Millimeter
WLAN WLAN 802.11ac (2,4 GHz/5 GHz)
Stromversorgung Netzteil, 5V, 1A
Anschlüsse 3,5-mm-Anschluss mit analogem und optisch-digitalem Audioausgang, Micro-USB
Unterstützte Betriebssysteme Android 4.1 und höher, iOS 7 und höher, Mac OS X 10.7 und höher, Windows 7 und höher
Voraussetzungen Boxen mit AUX-/Line-Eingang, Cinch- oder optischem Eingang, WLAN, kompatibler Laptop oder kompatibles Mobilgerät, unterstütztes Betriebssystem
Lieferumfang Chromecast Audio, analoges 3,5 mm-Kabel, Stromkabel, Netzteil
Gewicht 30,7 g
Farben Schwarz
Preis 39 Euro

Apps für Chromecast

Einen Überblick über kompatible Anwendungen verschafft die rundum neu gestaltete Chromecast App. Zu den unterstützten gehören etwa Google Play Music, Deezer, Spotify und TuneIn Radio, also Musik-, Podcasts- oder Radio-Apps. Mit Plex können auch lokale Netzwerk-Inhalte wiedergegeben werden. Video-Apps übertragen ihren Ton nicht an Chromecast-Audio-Empfänger. Vermutlich wegen der möglichen Probleme bei der Bild-Ton-Synchronisation.

Chromecast 2 im Test
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Die Kontaktaufnahme mit Chromecast Audio ist wie bei Google Chromecast über ein kleines rechteckiges Symbol am oberen Displayrand der jeweiligen App gelöst. Es steht für die Streaming-Technologie dahinter – Google Cast – und zeigt die verfügbaren Empfänger an. Per Tipp auf das Symbol wird der Kontakt mit dem Lautsprecher oder der Stereo-Anlage eingeleitet – und darauf hin jedwede Befehle zur Musikwiedergabe innerhalb einer App an das Chromecast-Gerät weitergeleitet.

Streaming und Multiroom

Das funktionierte im Test flüssig und einwandfrei. Vorteil dürfte auch hier das schnelle WLAN ac im 2,4- und 5 Gigahertz-Bereich sein, das Chromecast Audio unterstützt. Dazu gehört auch das Tab-Streaming, also die Übertragung von Ton über Webseiten im Chrome-Browser am PC oder Mac. Allerdings ist diese Übertragung auf Streaming-Webseiten beschränkt.

Ende des Jahres soll auch eine Multiroom-Funktion für Chromecast Audio hinzukommen - mit einem weiteren Streaming-Gerät im Netzwerk ließen sich Musikstreams dann gleichzeitig an verschiedene Empfängergeräte verteilen. Es bleibt zu hoffen, dass auch Chromecast 2 eine solche Unterstützung erhält. Sonst würden die beiden Geräte etwas losgelöst voneinander als Streaming-Empfänger fungieren, obwohl sie doch beide zur selben Familie gehören.

Wie gefällt euch Chromecast Audio? Euren Kommentar könnt ihr hier hinterlassen: Chromecast 2 - Eure Erfahrungen sind gefragt.

Google Chromecast Audio: Fazit

Eine Streaming-Scheibe, die sich gut anhört, aber vom Umfang her noch eingeschränkt ist 6.2/10

Wie beim Schwestermodell Chromecast 2 gefällt an Chromecast Audio die einfache Installation, Bedienung und das schnelle Streaming. Leider ist die Anzahl der verfügbaren Audio-Apps noch begrenzt und Multiroom wird noch nicht unterstützt. Aber das kann ja noch werden.

Das hat uns gefallen

  • Schnell, ideal für mobilen Einsatz
  • Einfache Installation
  • Fernbedienung mit dem Smartphone
  • Macht Analog-Geräte smart

Das hat uns nicht gefallen

  • Einsatz auf ausgewählte Webseiten und Audio-Apps begrenzt
  • kein Akkubetrieb
  • kein YouTube-Streaming
Testnote 6,2 von 10
Alexander Zollondz
Bewertet von Alexander Zollondz
7,0 / 10
Bedienung
7,0 / 10
Ausstattung/Leistung
5,0 / 10
Formatunterstützung
7,0 / 10
Audio-/Videoqualität
5,0 / 10
Apps
Informationen zum Leihgerät

Das Gerät ist eine Dauerleihgabe von Google.

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8
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Vergleich: Die besten Streaming-Player im Test
Vergleich: Die besten Streaming-Player im Test Bestenliste Die Auswahl an Streaming-Player für Filme, Serien, das aktuelle TV-Programm oder Spiele ist riesig. Apple TV, Fire TV oder doch lieber einen Chromecast von Google? Netzwelt hat die besten Mediaplayer getestet, verglich und hilft hier bei der Kaufentscheidung. Zur Bestenliste

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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

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Google Chromecast Audio im Zeitverlauf
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  • Chromecast Audio: Update bringt Multiroom-Support und Hi-Res Audio

    11.12.2015 Google bohrt seine Streaming-Puks auf. Laut Blog-Eintrag des Herstellers, werden die neuen Funktionen über eine Firmware-Aktualisierung freigeschaltet. So unterstützt Chromecast Audio nach entsprechendem Firmware-Update hochauflösendes Audio-Streaming. Der Hersteller verspricht einen Support von verlustfreiem High-Res Audio mit bis zu 96 kHz/24 Bit. Zum Vergleich: Audio-CDs liefern eine Qualität von 44,1 kHz/16 Bit.

    Weitere Neuerung: Mit dem Update schaltet ihr die seitens Google versprochene Multiroom-Funktion frei. Über diese könnt ihr mehrere Chromecast Audio-Geräte miteinander koppeln und so Lautsprecher im gesamten Haus bespielen. Die Geräte werden hierfür via Chromecast-App in einer Gruppe zusammengefasst und können anschließend Musik, etwa vom gekoppelten Smartphone, synchron in verschiedenen Räumen wiedergeben.

    Lautsprecher, die den Streaming-Standard Google Cast bereits nativ unterstützen, können ebenfalls in Gruppen für eine Multiroom-Wiedergabe geschleust werden. Auf diese Option müssen wir uns allerdings noch ein wenig gedulden. Google nennt das kommende Jahr für die Freischaltung.

    Das Update auf Firmware-Version 1.17 sollte automatische eingespielt werden. Über die Chromecast App könnt ihr unter "Geräte" > "Geräteeinstellungen" > "Informationen" einsehen, welche Version installiert ist. Sollte noch eine ältere Version installiert sein, nehmt das Gerät vom Stromnetz. Nach erneutem Stromanschluss und Neustart, sollte sich die sich die Firmware automatisch erneuert haben.

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