HP Envy 13 (2018) im Test: Schicker Business-Laptop mit Star-Allüren

Lange Akkulaufzeit und schickes Alu-Gehäuse

Michael Knott - Profilbild
von Michael Knott
Teilen
HP Envy 13-AH0004NG 7

Dünne Bildschirmränder, markante Optik: Das HP Envy 13-ah0004ng setzt sich wohltuend von anderen (Business)-Notebooks ab. Mit einem geringen Gewicht und sehr guter Verarbeitung schickt es sich an, euer kommender Allround-Laptop zu werden. Im Test positioniert sich der 13,3-Zöller gegen das Dell XPS 13 und Huaweis Matebook X Pro.

2018 ist ein guter Laptop-Jahrgang und das frisch aufgelegte HP Envy 13 gehört dazu. Davon gehen wir jedenfalls aus, denn der Erstkontakt verläuft vielversprechend.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wer kauft's?
  2. Design und Verarbeitung
  3. Display
  4. Tastatur und Trackpad
  5. Leistung und Akkulaufzeit
  6. Multimedia und Lüfter
  7. Umwelt
  8. Fazit & Alternativen

Wer kauft's?

Unser Testgerät trägt die Bezeichnung "HP ENVY 13-ah0004ng (4JS66EA)" und war zum Testzeitpunkt in dieser Form nicht im Onlinestore des Herstellers verfügbar. Die Ausstattung unterscheidet sich jedoch grundsätzlich nur in Details von den übrigen Envy 13-ah0xxx-Modellen des Herstellers.

Die Reihe startet bei Preisen von 854 Euro (mit Gutschein) und bietet mindestens einen Intel Core i5 der achten Generation, acht Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte SSD-Kapazität. Einige Modelle lassen sich mit einer Nvidia MX150-GPU aufwerten. Dank des verhältnismäßig geringen Gewichtes und der robusten Bauart eignet sich der HP-Laptop zum täglichen Transport. Dank guter Multimedia-Ausstattung inklusive Lautsprecher von Bang & Olufsen sehen wir das Notebook sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Als direkte Konkurrenten kommen das Dell XPS 13 sowie die das Huawei MateBook X Pro in Frage. Beide Geräte sind jedoch meist teurer.

Design und Verarbeitung

Als auffälligstes Designmerkmal trägt das HP Envy 13 einen Zierstreifen am Notebook-Deckel zur Schau. Dieser erinnert an Damaszenerstahl und ist mit seinen organisch fließenden Formen ein echter Blickfang bei geschlossenem Display-Deckel, auf dem auch das reduzierte Herstellerlogo prangt. Das Envy ist ein aus Aluminium gefertigtes Notebook mit Ecken und Kanten und setzt sich wohltuend von anderen Laptops ab. Es hat das Zeug, Köpfe zu verdrehen.

An der Verarbeitungsqualität des rund 1,3 Kilogramm schweren Testgerätes haben wir nichts auszusetzen. Auffällige Spaltmaße sind nicht zu erkennen. Schütteln wir das Envy kräftig hin und her, gibt es keinen Laut von sich - ein gutes Zeichen. Der Displaydeckel lässt sich punktuell nur ganz wenig und nur unter erhöhtem Kraftaufwand eindrücken. Sehr gut. Beim Versuch, das Gehäuse mit beiden Händen zu verwinden, knarzt es ein wenig. Dies ist jedoch unkritisch.

HP Envy 13-AH0004NG in Bildern

7 Bilder
Zur Galerie

Der Blick auf die Anschlusspalette offeriert zwei USB 3.1-Ports sowie eine USB Type C-Schnittstelle mit DisplayPort-Unterstützung. Zusätzlich hat unser Testgerät noch einen seitlichen Fingerabdruckscanner, einen Kopfhöreranschluss, microSD-Kartenleser und leider einen herstellereigenen Stromanschluss verbaut.

Display

Beim Aufklappen des Displaydeckels fallen sofort die schmalen Bildschirmränder positiv auf. Obwohl der obere Rand noch nicht einmal einen Zentimeter misst, konnte HP hier die Webcam an gewohnter Stelle unterbringen. Exotische Lösungen, wie sie Dell beim XPS 13 oder gar Huawei beim MateBook Pro X gehen, bleiben euch erspart.

Das Display unseres Testgerätes spiegelt und lässt sich nur bis etwa 120 Grad aufklappen. Es handelt sich nicht um einen Touchscreen. Auf Wunsch gibt es die 13,3-Zoll-Anzeige auch mit der HP-eigenen Sure View-Blickschutz und matter Anzeige. Diesen empfehlenswerten "Agenten-Modus" kennen wir bereits vom Test des HP EliteBook 830 G5. Auf Knopfdruck wird hierbei der Bildschirminhalt für Nebenstehende unsichtbar, was bei sensiblen Daten von großem Vorteil sein kann. Wer will, kann das Gerät auch mit UHD-Display ordern.

Dank des verbauten IPS-Panels fallen die Blickwinkel enorm groß aus. Selbst aus ganz spitzem Winkel können wir weder einen Abfall der Bildschirmhelligkeit noch eine Umkehrung der Farben feststellen. Die maximale Helligkeit ist unserer Meinung nach hoch genug. Im Freien, bei ungünstigem Lichteinfall, schafft sie es jedoch längst nicht immer, störende Reflexionen zu überstrahlen. Dann hilft nur noch der Standortwechsel.

Die Ausleuchtung der LEDs erfolgt gleichmäßig. Wir können auch bei der Darstellung von flächigem Schwarz keine Lichthöfe erkennen. Insgesamt tummeln sich bei unserer Testausstattung 1.920 x 1.080 Bildpunkte. Optional gibt es das Envy 13 auch mit einer höheren Displayauflösung. Wir haben diese aber im Alltag nicht vermisst. Auch so ist die Anzeige scharf, bei kleiner Schrift kommt es nicht zur Treppchenbildung und an der Darstellung bei Filmen und Fotos gibt es nichts auszusetzen, da subjektiv Farben und Kontrast harmonisch wirken.

Tastatur und Trackpad

Die Inseltastatur bietet normal große Tasten, die mit ausreichendem Abstand zueinander positioniert sind und euch beim Aufklappen des Displays ein Stück entgegenkommen. Der Gehäuseboden wird dazu wie bei manch einem Convertible leicht angehoben. Die Pfeiltasten - hier die Hoch- und Runter-Tasten - kleben unserer Meinung nach zu eng aneinander. Stark gewöhnungsbedürftig ist die Return-Taste. Sie ist länglich ausgeführt und geht nicht wie sonst üblich über zwei Tastaturreihen. Selbst am Ende des zweiwöchigen Testzeitraumes kommt es beim Tester immer wieder zu unbeabsichtigten Fehleingaben mit der extra breiten Raute-Taste.

Ergonomisch: Die Tastatur kommt euch beim Aufklappen des Displays entgegen. Zu sehen ist auch der Fingerabdruckscanner. Einen zusätzlichen Power-Button bietet das Envy dennoch.
Ergonomisch: Die Tastatur kommt euch beim Aufklappen des Displays entgegen. Zu sehen ist auch der Fingerabdruckscanner. Einen zusätzlichen Power-Button bietet das Envy dennoch. (Quelle: netzwelt)

Einen weiteren Kritikpunkt muss sich die Tastatur gefallen lassen, denn die schwachblaue Beschriftung ist bei ungünstigem Lichteinfall nur schwer zu lesen. Die per Knopfdruck zuschaltbare Tastaturbeleuchtung ändert daran nichts.

Davon abgesehen lässt es sich auf der HP-Klaviatur angenehm und bei Bedarf sehr leise tippen. Auf einen mittellangen Hub folgt ein präziser Druckpunkt, sodass abgesehen von der ungewöhnlichen Return-Taste kaum Eingewöhnungszeit notwendig ist. Das gilt auch für das Trackpad. Es gehört nicht zu den größten, bietet mit seiner Glas-Oberfläche jedoch gute Gleiteigenschaften und unterstützt Multitouch-Gesten.

Leistung und Akkulaufzeit

Unsere Testkonfiguration mit Intel Core i5-8250U und acht Gigabyte Arbeitsspeicher stellt eine Basis-Konfiguration dar. Leistungsproblemen begegneten wir im Alltag jedoch kaum. Logisch: Der 13-Zöller ist kein Gaming-Laptop. Dafür reicht Intels UHD Graphics 620 schlicht und ergreifend nicht aus und selbst mit der optionalen Nvidia-GPU (MX150) wird aus dem Envy kein Grafikmonster.

Doch umfangreiche Excel-Tabellen öffnen sich genauso zügig, wie die meisten von uns ausprobierten Programme. Der Kaltstart geht binnen durchschnittlich 14 Sekunden überaus flott von der Hand und selbst heftiges Multitasking lässt zwar den Lüfter drehen, zwingt aber nicht die Systemleistung in die Knie.

Die Eindrücke spiegeln auch die durchgeführten Benchmark-Tests wider. Im Schnitt erreicht die Konfiguration unter Cinebench R15 nach 15 Durchläufen 615 Multicore-Punkte. Ein guter Wert. Wie ihr der Testreihe entnehmen könnt, fallen die Werte gegen Ende jedoch leicht ab. Nach Abschluss des OpenGL-Tests stehen 52,15 Bildwiederholungen in der Sekunde auf der Uhr.

Ergebnisse von Cinebench R15 nach mehreren Durchläufen (Multi-Core).

Der vierzellige Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 53,2 Wattstunden ist üppig dimensioniert und beschert dem Business-Laptop im Test eine lange Akkulaufzeit. Ein voller Arbeitstag ist eigentlich immer drin, wenn man es mit der Helligkeit und dem Energiesparprofil nicht allzu sehr übertreibt. Bei einem typischen Mix aus Surfen im Web, Textverarbeitung und dem Verfassen von E-Mails reichte bei uns der Saft meist sogar für eine Akkulaufzeit von über elf Stunden (Bildschirmhelligkeit bei 85 Prozent). Der Energiespeicher lässt sich zudem schnell aufladen. Binnen einer Dreiviertelstunde ist er bereits gut zur Hälfte geladen.

Multimedia und Lüfter

Ganze vier Lautsprecher hat das HP Envy verbaut, alle wurden vom angesehenen, dänischen Spezialisten Bang & Olufsen abgesegnet und optimiert. Zwei Lautsprecher befinden sich am Gehäuseboden und strahlen von dort vornehmlich die Knie oder die Tischplatte an. Zwei weitere Speaker verbaut HP an der Oberseite, direkt unterhalb des Displays.

Das Boxen-Ensemble klingt für Notebook-Verhältnisse überraschend harmonisch. Durch die Anordnung entsteht ein deutlich wahrnehmbarer Stereo-Effekt. Auch bei Maximallautstärke, die unserer Meinung nach ruhig ein wenig höher hätte liegen dürfen, kommt es nicht zum Übersteuern. Wer beim Filmeschauen oder Musikhören alles rausholen möchte, schließt aber natürlich vernünftige Kopfhörer an.

Einen interessanten Weg wählt HP bei der Kühlung. Die Luft der verbauten Lüfter wird nicht nach unten, sondern nach oben abgegeben. Für diesen Zweck befinden sich Auslässe unterhalb des Displays. Die warme Luft zieht also am Bildschirm vorbei nach oben.

Die besten Notebooks im Vergleich: 12 Top-Modelle von 2018 im Test
Die besten Notebooks im Vergleich: 12 Top-Modelle von 2018 im Test Bestenliste Wir stellen euch in dieser Übersicht 13 Notebooks, Convertibles und Gaming-Laptops vor und küren ein Gerät zum besten Laptop des Jahres 2018. Alternativen ansehen

Dies funktioniert prinzipiell gut, jedenfalls wird das Aluminiumgehäuse auch unter Last nicht auffallend warm. Der Lüfter geht jedoch unseres Empfinden nach zu engagiert und zu häufig ans Werk. So springt er mitunter auch im Leerlauf ab und zu an und macht sich dann mit einem konstanten Rauschen deutlich bemerkbar. Dieses ist zum Glück nicht von einem hochfrequenten Pfeifen durchzogen. Auch das gefürchtete Spulenfiepen können wir beim uns zu Verfügung gestellten Testgerät nicht feststellen.

Bei einem testweise durchgeführten Videotelefonat via Skype lobte unser Gegenüber die klare Übertragung der Stimme. Die Qualität der Webcam erreicht hingegen nur ein zufriedenstellend. Wie die meisten in Notebooks verbauten Kameras ist die kleine Optik vor allem auf ausreichende Lichtverhältnisse angewiesen, damit es nicht zu Bildrauschen kommt.

Umwelt

Den Zugang zu den verbauten Komponenten erschwert HP durch das Verwenden von Spezialschrauben (Torx), die sich mit dem entsprechenden Werkzeug aber auch von Laien öffnen lassen. Zusätzlich verstecken sich hinter den Gummifüßen handelsübliche Kreuzschlitzschrauben.

Ist die Bodenplatte entfernt, könnt ihr bei Bedarf etwa den Akku selbst tauschen. Er ist nur verschraubt. Entsprechende Sachkenntnis vorausgesetzt, lassen sich weitere Bauteile wie die SSD selbst tauschen. HP gewährt auf das Envy 13 eine Garantie von zwei Jahren.

HP Envy 13 (2018): Fazit

Halten wir uns nicht mit Kleinigkeiten auf 8.5/10

Das Envy 13-ah0xxx ist ein rundum gelungenes Notebook, das wir sowohl im privaten Umfeld als auch im Business-Alttag gut aufgehoben sehen. Durch sein markantes Design und der langen Akkulaufzeit kann es sich von der Konkurrenz abheben. Alleinstellungsmerkmale wie der optionale Blickschutz Sure View runden den positiven Eindruck ab. Es sind zwei Dinge, die uns am meisten stören. Der oft anspringende Lüfter ist hier als erstes zu nennen. Und wir gewöhnen uns nur schwer an die längliche Return-Taste - aber vielleicht sind gerade das die Allüren, die jeder Star braucht.

Das hat uns gefallen

  • Design und Verarbeitung
  • lange Akkulaufzeit
  • Fingerabdruckscanner

Das hat uns nicht gefallen

  • Lüfter zu engagiert
  • Displaywinkel begrenzt
  • Schlecht ablesbare Tastatur
Testnote 8,5 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
9,0 / 10
Design
8,0 / 10
Display
7,0 / 10
Eingabegeräte
8,0 / 10
Leistung
8,0 / 10
Ausstattung
9,0 / 10
Multimedia
Informationen zum Leihgerät

Das HP Envy 13 wurde uns direkt vom Hersteller zu Verfügung gestellt und wird nach Testende wieder an HP zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

9
Leserwertung

Hier könnt ihr das Produkt HP Envy 13 (2018) selbst bewerten.

Die Leserwertung beträgt 9 von 10 möglichen Punkten bei 2 abgegebenen Stimmen.
Vielen Dank für deine Bewertung!

Bestenlisten

HP Envy 13 (2018) wurde in folgende Notebook-Bestenlisten einsortiert.

Die besten Notebooks im Vergleich: 13 Top-Modelle von 2018 im Test
Die besten Notebooks im Vergleich: 13 Top-Modelle von 2018 im Test Bestenliste Wir stellen euch in dieser Übersicht 13 Notebooks, Convertibles und Gaming-Laptops vor und küren ein Gerät zum besten Laptop des Jahres 2018. Zur Bestenliste

Das könnte dich auch interessieren

Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Business, Testbericht, Notebook, HP, Windows 10 und HP Envy 13 (2018).

zur
Startseite

zur
Startseite