Leef iBridge 3 im Test: USB-Stick mit Lightning-Anschluss

Speicher für iPhone, iPad, PC und Mac

von Marcus Jäger
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Der Speicherplatz eures iPhones oder iPads ist schon wieder voll? Mit der Leef iBridge könnt ihr ihn schnell erweitern und Dateien und Fotos von eurem iOS-Gerät ganz einfach extern, etwa auf dem Computer sichern. Wir haben die Speicherlösung mit Lightning- und USB-Anschluss für euch einem Test unterzogen.

Mittlerweile läuft zwar viel über die Cloud, meist ist der Speicherplatz in der Datenwolke aber auch mit einer Gebühr verbunden. Wer dennoch nicht auf die komfortable Datenübertragung zwischen iOS-Gerät und Computer verzichten möchte, sollte sich eine Lösung wie die iBridge 3 von Leef einmal genauer anschauen. Der kleine USB-Stick kann sowohl über den Lightning-Anschluss am iPhone oder iPad als auch an jedem Computer oder anderen Gerät mit USB-Anschluss genutzt werden.

Der Stick kommt in einer ansprechend gestalteten Verpackung ins Haus, die das Produkt nach dem Aufklappen hinter einer Lage Plastik präsentiert. Hier fällt uns ein erster Minuspunkt ins Auge: Das Produkt wird zwar schön präsentiert - ist aber umständlich aus seiner Verpackung zu befreien.

Hardware

Nach dem Auspacken fällt der nächste Blick auf den Speicherstick selbst. Der erste Eindruck ist gut, das Gerät sieht schick aus und kommt mit einer Hülle, mit der die iBridge in einen Schlüsselanhänger verwandelt werden kann.

Ohne Schutzhülle ist zwischen Smartphone und iBridge knapp ein Millimeter Platz.
Ohne Schutzhülle ist zwischen Smartphone und iBridge knapp ein Millimeter Platz. (Quelle: netzwelt)

Steck man den Stick in ein iPhone oder iPad, bleibt zwischen Geräterückseite und der iBridge nur knapp ein Millimeter Platz. Dies erhöht einerseits die Gefahr von Kratzern, da der Stick schnell an die Rückseite des Gerätes kommen kann. Andererseits bringt der geringe Spalt Probleme für Benutzer von Schutzhüllen mit sich. In unserem Test reichte dieser gerade noch aus, mit einer dickeren Hülle könnte es aber schnell zu Problemen kommen - man müsste diese vor der Nutzung des Sticks abnehmen.

Sobald eine (dünne) Hülle verwendet wird, ist der Spalt verschwunden. Für eine dickere Hülle fehlt nun Platz.
Sobald eine (dünne) Hülle verwendet wird, ist der Spalt verschwunden. Für eine dickere Hülle fehlt nun Platz. (Quelle: netzwelt)

Stichwort Schutzhüllen: Die iBridge kommt mit einer Schutzhülle aus einem weichen Gummi, in die der Stick seitlich eingeschoben wird. Die Schutzhülle besitzt eine kleine Öse, sodass ihr den Stick auch an eurem Schlüsselbund oder Ähnlichem befestigen könnt. Leider ist es etwas umständlich den Stick sicher in die Hülle zu bekommen, sodass dieser nicht verloren geht.

Software

Da es sich hier um eine Speicherlösung für iOS-Geräte handelt, funktioniert nichts ohne die dazugehörige App. Verbindet ihr die iBridge das erste Mal mit eurem Gerät, fragt dieses euch automatisch, ob ihr die entsprechende App installieren möchtet - praktisch, denn die App muss nicht erst über den AppStore gesucht werden.

Nach dem Start der App fanden wir uns auf einer übersichtlichen Startseite wieder. Von hier aus ist der Zugriff auf alle Funktionen mit nur wenigen Klicks möglich. Über vier große Schaltflächen gelangt ihr von hier aus auf die Hauptfunktionen "Fotos übertragen", "Leef Kamera", "Medien" und "Dateien verwalten". Außerdem kann über einen Klick auf das entsprechende Symbol auf die Verschlüsselungs- und Backup-Funktion der Software zugegriffen werden. Nach einem Blick auf alle Funktionen ist klar, dass die iBridge hauptsächlich zum Sichern von Fotos und Videos gedacht ist - natürlich kann aber auch jede andere beliebige Datei auf den Stick geladen und per App verwaltet werden.

Leef iBridge 3 im Test

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Die Funktion "Fotos übertragen" dient dem Übertragen von Fotos und Videos auf den Stick oder andersherum - vom Stick in die Foto-Mediathek. Wer dies nicht immer manuell erledigen möchte, greift auf die Backup-Funktion zurück. Diese bietet die Möglichkeit, Fotos und Videos sowie Kontakte in einem vorher eingestellten Intervall automatisch zu sichern. Dies ist prinzipiell praktisch. Die Backup-Funktion hat in unserem Test jedoch erst beim fünften Anlauf funktioniert. Unverständlicherweise wurden dabei nur 20 von insgesamt etwa 400 Fotos und Videos gesichert.

Möchte man Fotos und Videos nicht ständig sichern, bietet sich die "Leef Kamera" an. Mit der Leef Kamera erstellte Fotos und Videos landen direkt auf dem Stick. Die Kamerafunktion ist allerdings deutlich langsamer, als die normale Kamera-App und deutlich abgespeckter. Auf dem Stick gesicherte Mediendateien schaut ihr euch anschließend über die Funktion "Medien" an. Hier sind diese nach Dateityp übersichtlich geordnet. Es können wahlweise die Dateien auf der iBridge oder dem lokalen Speicher angesehen werden.

Die Leef-App überzeugt mit vielen Funktionen, auch wenn einige im Test nicht perfekt funktioniert haben.
Die Leef-App überzeugt mit vielen Funktionen, auch wenn einige im Test nicht perfekt funktioniert haben. (Quelle: netzwelt)

Ein Klick auf den Button "Dateien verwalten" führt zu einem Datei-Explorer, über den auf alle Dateien zugegriffen, Dateien verschoben oder umbenannt und neue Verzeichnisse erstellt werden können. Auch ist der Zugriff auf lokale Dateien möglich, im Test hat aber auch dies nicht funktioniert.

Wem die Sicherheit seiner Daten besonders am Herzen liegt, kann zudem auf die Verschlüsselungsfunktion der App zurückgreifen. Diese wird über einen Klick auf das entsprechende Symbol aktiviert und schützt die Daten mit einem vierstelligen Code. Optional ist es möglich, TouchID zu verwenden. Ist die Verschlüsselung aktiviert, sind die Daten nur per App erreichbar. Ein Zugriff über den PC ist nicht möglich, solange diese aktiviert ist.

Die Einstellungen der App bieten zwar kaum Optionen, dafür aber einen Überblick über die Speicherkapazität des iOS-Gerätes und der iBridge. Darüber hinaus kann der Name des Datenträgers angepasst, versteckte Dateien angezeigt und die Firmware aktualisiert werden.

Leef iBridge 3: Fazit

Praktische iCloud-Alternative mit einigen Schwachstellen 6/10

Prinzipiell handelt es sich bei der iBridge um eine gute Alternative zur iCloud, wenn es um das Sichern von Fotos und Videos, sowie das Übertragen von Dateien zwischen iOS-Gerät und PC geht. Offenbar floss das Entwickler-Herzblut aber mehr in das Design, als in die Funktionalität, sodass es hier einige Minuspunkte gibt. Die App bietet alle Funktionen, die man sich wünscht, funktioniert aber an einigen Stellen nicht richtig. Außerdem ist der Preis ab 50 Euro für 16-Gigabyte und aufwärts sehr hoch angesetzt.

Das hat uns gefallen

  • Gute Cloud-Alternative
  • Lightning- und USB-Stecker
  • Gutes Design
  • Kann an Schlüsselbund befestigt werden

Das hat uns nicht gefallen

  • Problematisch im Zusammenhang mit Schutzhüllen
  • Schutzhülle für iBridge umständlich
  • Schlechtes Verpackungskonzept
  • Probleme in der App
Testnote 6,0 von 10
Marcus Jäger
Bewertet von Marcus Jäger
10 / 10
Performance
7,0 / 10
Software und Adapter
6,0 / 10
Verarbeitung und Handhabung
5,0 / 10
Preis-Leistungs-Verhältnis
Informationen zum Leihgerät

Die iBridge 3 wurde uns von Leef als Testgerät zur Verfügung gestellt und wird nach dem Test zurückgesandt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

7
Leserwertung

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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

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