MyFC PowerTrekk im Test: Brennstoffzelle für Smartphone & Tablet

Strom aus Wasser gewinnen

Das mobile Ladegerät MyFC PowerTrekk erzeugt aus Wasser und einem Puck Strom. Die Brennstoffzelle soll unterwegs Smartphone und Tablet laden. Klingt vielversprechend, im Test offenbart das MyFC PowerTrekk jedoch noch einige Schwachstellen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Puck plus Wasser ergibt Strom
  2. Mobiles Ladegerät mit Folgekosten
  3. Fazit

Smartphone, Tablet oder Digicam unterwegs aufladen - ohne Steckdose. Das verspricht die mobile Brennstoffzelle MyFC PowerTrekk. Der kleine giftgrüne Kasten nimmt kaum Platz im Rucksack ein und erzeugt aus zwei Teelöffeln Wasser und einem sogenannten Puck Strom. Klingt einfach, im Praxistest offenbart das Konzept jedoch Schwachstellen.

Brennstoffzelle für unterwegs - die MyFC PowerTrekk produziert unter anderem aus Wasser Strom.
Brennstoffzelle für unterwegs - die MyFC PowerTrekk produziert unter anderem aus Wasser Strom.

Wer kennt das Problem nicht: Egal ob Wanderurlaub, Campingausflug oder Festival - Sie sind mehrere Tage abgeschnitten vom Stromnetz, wollen aber nicht auf Ihr energiehungriges Smartphone verzichten. Doch wie können Sie Ihre Gadgets ohne Steckdose unterwegs aufladen?

Puck plus Wasser ergibt Strom

Die mobile Brennstoffzelle MyFC PowerTrekk scheint eine verlockende Lösung für das Problem zu sein. Der Chemiebaukasten ist gerade einmal so groß wie eine Kompaktkamera und erzeugt aus Wasser und einem sogenannten Puck Strom. Dieser entsteht in einer chemischen Reaktion, die gemäß Hersteller ungefährlich ist, jedoch am Anfang zumindest für Geruchsbelästigung sorgt.

Aus einem Puck lassen sich laut Hersteller bis zu 1.200 Milliamperestunden gewinnen. Das reicht in etwa, um ein iPhone einmal zu laden. Die Akkus von Tablet-PCs und aktuellen Android-Smartphones werden damit nicht einmal halb voll. Dazu müssen Sie entweder auf die integrierte Batterie zurückgreifen, die eine Kapazität von 1.500 Milliamperestunden bietet und auch an der Steckdose geladen werden kann, oder einen zweiten Puck einlegen.

Mobiles Ladegerät mit Folgekosten

Drei Pucks liegen dem MyFC PowerTrekk-Ladegerät bei, weitere müssen Nutzer käuflich erwerben. Ein Paket mit drei Pucks kostet 15 Euro. Das macht die mobile Brennstoffzelle nicht nur zu einem ineffizienten, sondern auch teuren Vergnügen. Zumal der Hersteller empfiehlt, die Brennstoffzelle alle drei Monate zu benutzen, ansonsten könnte sie ihre Funktionsfähigkeit verlieren. Ist die Zelle nicht in Betrieb, bewahren Nutzer sie am besten in einem beiliegenden Beutel auf. Verwendete Pucks müssen als Metallabfall entsorgt werden.

Geladen werden können mit der MyFC PowerTrekk-Brennstoffzelle alle Geräte mit USB-Anschluss. Der Hersteller legt einen Adapter für mini- sowie microUSB-Anschlüsse und Geräte mit Apples Dock Connector bei. Im Test zeigte sich die Verbindung nicht immer stabil. Beim Nexus 5 wechselt der Status häufig von "Wird geladen" auf "Wird nicht geladen".

Fazit

Die mobile Brennstoffzelle MyFC PowerTrekk klingt vielversprechend. Derzeit ist sie aber noch nicht leistungsfähig genug, um für aktuelle Smartphones und Tablets unterwegs ausreichend Strom zur Verfügung stellen zu können. Hinzu kommt noch als weiterer Nachteil, dass die Pucks vergleichsweise teuer sind und als Sondermüll entsorgt werden müssen.

Erhältlich ist das MyFC PowerTrekk im Handel bereits ab 99 Euro. Das Testgerät wurde netzwelt freundlicherweise vom Händler AIV zur Verfügung gestellt.

Eine Alternative zum Testgerät ist etwa der Solar-Rucksack SunnyBag Leaf.

MyFC PowerTrekk
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