Smart Home: Anbieter in Deutschland im Überblick

Vernetztes Zuhause

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von Darius Schuiszill
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In Deutschland stehen Smart Home-Interessenten Lösungen verschiedenster Firmen zur Verfügung. Ob Telekom, Gira, Loxone oder RWE - hier gibt es einen Überblick der Anbieter inklusive Vergleich. Zudem erfahrt ihr, ob Produkte etwa mit Google Home, Amazon Echo oder Apple Homekit kompatibel sind.

Smart Home muss kein Traum mehr sein.
Smart Home muss kein Traum mehr sein. (Quelle: Gira)

Es gibt verschiedene Unternehmen, die Smart Home-Lösungen bereitstellen. Anbieter wie die Telekom, RWE oder Gira bieten Gesamtlösungen. Diese Systeme greifen über eine Schaltzentrale auf verschiedenste Geräte wie Lichtanlagen, Heizung, Kameras, Türen oder Bewegungsmelder zu. Die einfachsten Starterpakete sind bereits ab 300 Euro erhältlich. Etwaige Kosten für zusätzliche Kabel oder Installationen sind hierbei allerdings nicht inbegriffen. Einige Anbieter beschränken sich auch auf Einzellösungen für einen Wohnbereich.

In folgender Tabelle sind verschiedene Angebote im Vergleich zu sehen. Hier finden sich auch Angaben zu einer möglichen Unterstützung des Webdienstes "If This Then That" (IFTTT) für sogenannte "Wenn-dann-Regelungen". Ihr seht aber auch, ob die jeweiligen Hersteller mit Produkten wie Google Home, Amazon Echo oder Apple Homekit kompatibel sind. In einem anderen Artikel zeigen wir euch ebenfalls, welche Geräte mit Homekit funktionieren.

Name Gesamtlösung Mobile Geräte? IFTTT-Unterstützung Google Home Amazon Echo Homekit Preis in Euro ab etwa
Berker Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe 2.000
Loxone Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe 600
HomeMatic Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe 480
Somfy Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe 580
Rademacher Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Ja Keine Angabe 530
Gira Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe 2.000
RWE innogy Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Ja Keine Angabe 320
Telekom Ja Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe 300
Mediola Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Ja Keine Angabe 360
Archos Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe 200
HomeWizard Ja Ja Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe Keine Angabe 240
digitalSTROM Ja Ja Ja Keine Angabe Ja Keine Angabe 3.500
Honeywell Nein Ja Ja Ja Ja Ja 430
Nest Nein Ja Ja Ja Ja Nein 80
Tado Nein Ja Ja Ja Ja Ja 250
Netatmo Nein Ja Ja Ja Ja Ja 170
Philips Nein Ja Ja Ja Ja Ja 100

Bedenkt bei der Tabelle oben, dass sich die Angaben zur Kompatibilität nur auf offizielle Informationen von Herstellern beziehen. Smart-Home-Bastler können verschiedene Produkte auch mit einigen Kniffen verknüpfen, doch dies soll die Tabelle derzeit nicht abbilden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Telekom
  2. RWE
  3. Gira
  4. Archos
  5. Tado
  6. Netatmo
  7. Philips Hue
  8. Nest
  9. HomeWizard
  10. Mediola
  11. Somfy
  12. Rademacher
  13. HomeMatic
  14. Loxone
  15. Berker
  16. Honeywell
  17. digitalSTROM

Telekom

Die Telekom bietet eine Gesamtlösung für das eigene Smart Home an. Nach der Installation einer Qivicon-Schaltzentrale lassen sich je nach Bedarf zusätzliche Geräte hinzukaufen, zum Beispiel die Drahtlosbeleuchtung Philips Hue. Die Schaltzentrale als Grundausstattung kostet 200 Euro, mit einem Bewegungsmelder und Zwischenstecker fallen bereits 300 Euro an. Für weitere Smart Home-Produkte veranschlagt die Telekom jeweils Preise in Höhe von 30 bis 150 Euro.

Mit dem Smart Home-Angebot der Telekom haben Nutzer die Möglichkeit, etwa Sicherheitsvorrichtungen, Geräte für stromsparendes Wohnen oder diverse Beleuchtungssysteme zu verbauen.

RWE

Auch RWE bietet eine Gesamtlösung mit Schaltzentrale an. Zu einem Preis von 320 Euro gibt es das RWE SmartHome-Starterpaket. Im Lieferumfang befinden sich die Zentralsteuerung, ein Heizkörperthermostat, ein Zwischensender sowie ein Wandsender. Weitere Smart Home-Elemente kosten zwischen 40 und 180 Euro.

In einer Gesamtlösung lassen sich Wohnbereiche auch per Zeitschaltung auf gewünschte Alltagsabläufe abstimmen. So aktiviert sich die Fußbodenheizung etwa, bevor der Wecker klingelt. Zur selben Zeit wird beispielsweise automatisch Kaffee gekocht. Um das Smart Home-Angebot von RWE nutzen zu können, ist kein Stromliefervertrag des Unternehmens notwendig.

Gira

Gira bietet ein breit gefächertes Produktspektrum für ein individuelles Smart Home. Die große Auswahl an Schaltern in unterschiedlichsten Ausführungen begleitet zudem zahlreiche Produkte für Türkommunikation, Beleuchtung, Sicherheit oder unter anderem barrierefreies Wohnen. Mit einem zentralen HomeServer 4 und einem SmartSensor mit KNX-Standard lässt sich zu einem Preis von etwa 2.000 Euro beispielsweise eine erste Smart Home-Installation erstellen, die Kunden auch mit einer Smartphone-App ansteuern.

Neben Heizungs- und Klimaregelung, Sicherheit und Multimedia-Produkten bietet Gira auch verschiedene Möglichkeiten zum Empfang von Gästen, die vor der Tür stehen. Sprechanlagen gibt es auch mit Bildschirm. Über das Gira TKS-TV-Gateway lässt sich das Bild des Gastes auch in den eigenen Ferseher einblenden.

Archos

Außenkameras aus dem Smart Home-Angebot von Archos.
Außenkameras aus dem Smart Home-Angebot von Archos. (Quelle: Archos)

Mit kabelloser und einfacher Installation bewirbt Archos sein verhältnismäßig preisgünstiges Smart Home-Angebot. Ein Archos-Tablet dient dabei als Zentralsteuerung wahlweise für hauseigene Wetterstationen, Kameras oder etwa Schwingungsmelder; die Verbindung läuft über Bluetooth. Das Starterpaket für 200 Euro umfasst ein Tablet, zwei Minikameras, zwei Wetterstationen und zwei Schwingungsmelder.

Viel mehr Smart Home-Artikel als die des Starterpakets bietet Archos gar nicht an. Gelistet sind des Weiteren etwa "smarte" Stromstecker für das An- und Ausschalten von Geräten sowie ein Bewegungsmelder in Kugelform.

Tado

Das Unternehmen Tado verkauft ein "smartes" Thermostat, das zum Beispiel die Temperatur herunterregelt, wenn der Letzte das Haus verlässt. Der Heizassistent orientiert sich dabei auch an der Wettervorhersage und lässt sich für einen Preis in Höhe von 250 Euro erwerben oder monatlich für sieben Euro mieten. Seit 2015 ermöglicht Tado seinen Nutzern auch die Verwendung von IFTTT, seit August 2017 ist Tados Heizungssteuerung auch mit Google Home kompatibel.

Netatmo

Netatmo bietet neben einem Thermostat auch eine Wetterstation, mit der Nutzer die Raumtemperatur, die relative Luftfeuchtigkeit und den Kohlendioxidgehalt messen können. Das Thermostat kostet 180 und die Wetterstation 170 Euro. Im August 2017 hat Netatmo angekündigt, dass das Thermostat mit Google Home kompatibel ist.

Philips Hue

Kabellose Lichtsteuerung: Philips Hue wird auch die neuen Möglichkeiten in iOS 8 und HomeKit nutzen.
Kabellose Lichtsteuerung: Philips Hue wird auch die neuen Möglichkeiten in iOS 8 und HomeKit nutzen. (Quelle: Philips)

Bei Philips Hue handelt es sich um ein Lichtsystem, das sich über eine entsprechende App für Android und iOS steuern lässt. Zu einem Preis von 100 Euro gibt es ein Set bestehend aus zwei LED-Lampen und einer Bridge, die als Brücke zwischen App und Beleuchtung dient.

Nest

Der Hardwarehersteller Nest bietet zum Beispiel Thermostate, Rauchmelder und Überwachungskameras an. Mit dem Rauchmelder "Nest Protect" halten sich Besitzer mit der Nest-App über möglichen Rauch in den eigenen vier Wänden auf dem Laufenden. Das Gerät misst zudem den Gehalt des Gases Kohlenmonoxid. Ein Test zum Nest Protect-Rauchmelder ist auf netzwelt verfügbar.

HomeWizard

HomeWizard: Eine weitere Gesamtlösung für das Smart Home.
HomeWizard: Eine weitere Gesamtlösung für das Smart Home. (Quelle: Homewizard Facebook)

HomeWizard bietet eine Gesamtlösung im Smart Home-Bereich. Über eine Zentralstation steuern Kunden im vernetzten Zuhause etwa Lichtanlagen, Türschlösser, Netzwerkkameras, Heizung, Wettersensoren oder Rauchwarnmelder an. Auch herstellerübergreifend lassen sich Einrichtungen hinzufügen – zum Beispiel Philips Hue. Zudem bietet das Unternehmen Smartphone-Steuerung für Android und iOS an. Ein Startpaket umfasst zu einem Preis von 240 Euro bereits einen HomeWizard, drei Zwischenstecker, eine Fernbedienung und ein Thermometer (868 Megahertz).

Mediola

Mediola bietet ein Zentralsystem, das mit Geräten verschiedener Hersteller kompatibel ist.
Mediola bietet ein Zentralsystem, das mit Geräten verschiedener Hersteller kompatibel ist. (Quelle: Screenshot Mediola YouTube tecnovumtec)

Eine weitere Möglichkeit stellt mediola mit einem zentralen Universalgateway für das Smart Home bereit. Dieses lässt sich über Funk mit verschiedenen Geräten diverser Hersteller verbinden, zum Beispiel Gira, Siemens oder Philips. Als Steuereinheiten dienen Smartphones, Tablets oder Laptops (iOS, Android, Windows Phone). Das mediola-Gateway inklusive Software kostet zum Beispiel in Verbindung mti einem Universal-Funkdimmer von Gira etwa 365 Euro.

Somfy

Somfy bietet Smart Home-Steuerung für verschiedenste Hausbereiche. (Bild: Somfy)
Somfy bietet Smart Home-Steuerung für verschiedenste Hausbereiche. (Bild: Somfy) (Quelle: Somfy)

Somfy richtet sich mit seiner Smart Home-Automatisierung Tahoma Connect an Innen- und Außenbereiche einer Wohnanlage. Über Smartphones, Tablets (iOS/Android) oder den PC steuern Nutzer unter anderem Licht, Rollläden, Heizung, Sicherheitssysteme oder Garagen- und Eínfahrtstore. Für die Tahoma-Box veranschlagt der Anbieter eine unverbindliche Preisempfehlung in Höhe von 500 Euro. Für weitere 80 Euro gibt es zum Beispiel einen kompatibelen Funk-Rauchwarnmelder.

Rademacher

Auch Rademacher bietet mit seinem HomePilot eine Gesamtlösung. Die Steuerung läuft über die entsprechende Software etwa für PC sowie iOS- und Android-Geräte – auch von unterwegs. Mit dem HomePilot 2 lässt sich das Smart Home auch über den Fernseher steuern. Die Zentralstation Home Pilot 2 kostet zum Beispiel in Kombination mit einer Sicherheitskamera etwa 533 Euro.

HomeMatic

Für Tests bietet HomeMatic Produkte im Smart Home-Koffer.
Für Tests bietet HomeMatic Produkte im Smart Home-Koffer. (Quelle: netzwelt)

Mit HomeMatic bietet Hersteller eQ-3 eine weitere Komplettlösung im Bereich Smart Home. Das Unternehmen bedient Einsatzbereiche wie Licht, Heizung, Umwelt oder etwa Sicherheit und Alarm. Ein Starterset mit HomeMatic-Zentrale CCU2, Mediola-Gateway sowie einen Funk-Rauchmelder gibt es zusammen zu einen Preis von etwa 480 Euro. Im Jahr 2015 soll ein aktualisiertes Smart Home-Set erscheinen, mit der Zentralsteuerung Home Control Access Point.

Loxone

Loxone Miniserver: eine wichtige Komponente dieses Smart Home.
Loxone Miniserver: eine wichtige Komponente dieses Smart Home. (Quelle: Screenshot Loxone)

Nicht nur Anwendungsgebiete wie Heizung, Jalousien, Sprechanlagen oder Überwachung bietet Loxone. Auch Fenster- oder Photovoltaiksteuerung auf dem Dach ermöglicht der Hersteller für ein Smart Home. Interessierte können neben energiesparenden Einbauten auch auf Multimedia-Angebote zurückgreifen, etwa den Music Server 4+ (1.600 Euro) für Sound in mehreren Räumen sowie Wandlautsprecher (jeweils 130 Euro). Eine Smartphone-Unterstützung ist mit der Loxone-App gegeben. Als erstes Beispielszenario kosten Miniserver und ein Temperatur & Feuchtefühler zusammen etwa 600 Euro.

Berker

Berker hat vor allem viele Schaltersysteme im Angebot.
Berker hat vor allem viele Schaltersysteme im Angebot. (Quelle: Berker)

Eine große Auswahl an Schaltersystemen bietet Berker (gehört zur Hager Group). Mit ihnen steuern Kunden unter anderem Licht, Jalousien oder Bewegungsmelder. Über Berker KNX lässt sich das Smart Home zentral steuern, ob auf dem Computer oder über das Mobiltelefon von unterwegs. Eine IP-Control-Station für nutzungsunabhängige Raumsteuerungen und ein KNX-Wächter-Bewegungsmelder sind beispielsweise zu einem Preis von etwa 2.000 Euro verfügbar.

Honeywell

Das Unternehmen Honeywell konzentriert sich im Smart Home-Segment auf Heizungssteuerung und das eigene Konzept "evohome". In einem 330 Euro teuren Set gibt es etwa eine zentrale Bedienung mit Display und drei Heizkörperregler. Wer mit dem Smartphone von unterwegs aus die Wärmezufuhr regulieren möchte, benötigt noch ein Gateway für knapp 100 Euro extra. 2015 plant Honeywell zudem die Markteinführung des neuen Single Zone-Thermostats.

digitalSTROM

Die Klemmen von digitalSTROM erfüllen unterschiedliche Funktionen.
Die Klemmen von digitalSTROM erfüllen unterschiedliche Funktionen. (Quelle: digitalSTROM)

Das Smart Home-Konzept von digitalSTROM umfasst eine Gesamtlösung, in der "intelligente" Klemmen eine wichtige Rolle spielen. Jedes elektrische Gerät erhält eines der Lego-ähnlichen Elemente, die verschiedenste Funktionen erfüllen (etwa Motorsteuerung, Dimmung oder Datenspeicher) und Konfigurationen speichern. Grundsätzlich sind die Komponenten bei digitalSTROM ein zentraler Server, die Klemmen und die Software (Android, iOS, Windows Phone und Web). Die Kosten für das Vernetzen einer 4-Zimmer-Wohnung von der Klingel über Leuchten bis hin zu elektrischen Rolläden kostet laut Anbieter circa 3.500 Euro. Netzwelt hat digitalSTROM auch auf der CES 2015 besucht.

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Es gibt bereits eine Vielzahl von Anbietern von Smart Home-Produkten. Wir werden die Übersicht nach und nach erweitern, damit ihr einen zeitgemäßen Überblick bekommt. Neue Produkte werdet ihr bestimmt auch auf der IFA 2017 sehen.

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  1. Gastkommentar · 

    Da hast Du aber ein SmartHome System vergessen: everHome (unterstützt verschiedenste Hersteller von Sensoren und Aktoren). Bin sehr zufrieden...

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