Nuki im Test: Türschloss mit dem Smartphone öffnen

Lärmkonzert am Drücker

Habt ihr das Schloss Nuki an der Tür, könnt ihr den Zugang mit eurem Smartphone öffnen.

Dank Nuki bleibt der Haustürschlüssel zu Hause. Das Schloss für das Smart Home bedient ihr mit eurem Smartphone. Es erkennt euer iOS- oder Android-Gerät auch automatisch. So öffnet sich die Tür, wenn ihr in die Nähe gelangt. Funktioniert das alles auch verlässlich und sicher? Netzwelt hat Nuki im Test ausprobiert.

Inhaltsverzeichnis

  1. App-Installation und Montage
  2. Nuki: So funktioniert das smarte Türschloss
  3. Nerviger Lärm
  4. Auto-Unlock: Tür öffnet automatisch
  5. Anbieter wollen Maximum an Sicherheit bieten
  6. Personen einladen und Fernzugriff
  7. Nuki-Fob und Smartwatch-Integration
  8. Preis und Verfügbarkeit
  9. Fazit

Der österreichische Anbieter Nuki (Ableitung von "new key") nannte sich will es Kunden des gleichnamigen Türschlosses einfach machen und spricht auf der eigenen Webseite von einer Installation in nur drei Minuten.

Nuki (ehemals Noki) ist für Türschlösser in Europa vorgesehen. Wer sich das Produkt kaufen möchte, muss jedoch sicherstellen, dass die Haustür verschiedene Kriterien erfüllt. Sie muss etwa einen Europrofil-Zylinder mit maximal 30 Millimeter Überstand auf der Innenseite sowie eine Not- und Gefahrenfunktion vorweisen. Letzteres bedeutet, dass sich die Tür von der einen Seite öffnen lässt, während auf der anderen Seite ein Schlüssel steckt.

App-Installation und Montage

Nuki Smart Lock im Test

Kunden installieren Nuki immer auf der Innenseite einer Tür (inklusive Schlüssel) und verbinden das Schloss über Bluetooth mit der sehr übersichtlichen Nuki-App für Android und iOS auf dem Smartphone. Eine Windows Phone-Anwendung gibt es nicht.

Die Montage des Schlosses läuft im Test tatsächlich schnell, in drei Minuten haben wir es dennoch nicht geschafft. Ihr legt eine im Lieferumfang enthaltene Metallscheibe auf das Schloss, schraubt es fest und drückt Nuki mit der Hand einfach drüber.

Achtet beim Festschrauben der Metallscheibe darauf, dass das Schloss der Tür immer noch beweglich ist, sonst kann Nuki das Schloss nicht öffnen oder schließen. Die Scheibe darf allerdings auch nicht zu locker sein. Hier ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt.

Nuki: So funktioniert das smarte Türschloss

Nach der Ersteinrichtung könnt ihr mit Nuki auch gleich loslegen. Ihr tippt auf "Zusperren" oder "Aufsperren" und das Schloss reagiert in der Regel einwandfrei und öffnet/schließt die Tür nach etwa drei bis vier Sekunden. Das ist etwas lang. Alternativ drückt ihr auch auf den Knopf des smarten Türschlosses.

Vier AA-Batterien versorgen Noki mit Strom. Bei täglicher Nutzung einer Familie soll dies für einen Zeitraum von etwa zehn Monaten reichen. Die App benachrichtigt Nutzer, wenn der Batteriestand 20 Prozent erreicht.

Auch in solch einem Fall solltet ihr vielleicht prüfen, ob ihr die Metallscheibe bei der Montage nicht zu fest angebracht habt. Bevor ihr Nuki vertraut und das Schloss im vollen Umfang nutzt, solltet ihr zur Sicherheit viele Testläufe einplanen.

Nerviger Lärm

Ein klarer Nachteil ist die Lautstärke des Schlosses. Beim Öffnen und Schließen mit Nuki entsteht Lärm, der nicht nur die Menschen in der Wohnung nervt, sondern vielleicht sogar die Nachbarn. Es erinnert ein wenig an die auditive Darbietung eines Akkuschraubers mit kantigen Klackgeräuschen.

Auto-Unlock: Tür öffnet automatisch

Eure Tür öffnet sich mit Nuki auch automatisch, wenn ihr euch eurem Zuhause nähert. Wenn ihr eure Wohnung verlasst, aktiviert ihr die Funktion "Lock'n Go" und Nuki öffnet die Tür und schließt sie nach 20 Sekunden wieder. Es wird über das Geofencing-Verfahren ein virtueller Raum eures Nuki-Standorts erstellt.

Zunächst verlasst ihr dieses Gebiet (einen etwa 100 Meter großen Radius). Betretet ihr es erneut, wird für mehrere Minuten geprüft, ob eine Bluetooth-Verbindung mit eurem Smartphone zustandekommt. Ist dies der Fall, öffnet sich die Tür für 20 Sekunden und schließt sich dann wieder. Innerhalb dieses Zeitraums solltet ihr also eintreten - eine praktische Funktion, denn so lasst ihr eurer Smartphone in der Tasche und euer Schlüssel steckt ja im Schloss. Bei unserem Test öffnete sich die Tür bei einer Distanz von etwa zehn Metern automatisch.

Habt ihr bei dieser Auto-Unlock-Funktion Probleme, solltet ihr mal in der Nuki-App euren Standort überprüfen und vielleicht neu setzen. Setzt die Markierung auf der Karte ungefähr dort hin, wo sich euer Nuki-Schloss befindet. Dann sollte es klappen.

Anbieter wollen Maximum an Sicherheit bieten

Bei zehn Sperrvorgängen am Tag sollen die Batterien von Nuki etwa zehn Monate halten.
Bei zehn Sperrvorgängen am Tag sollen die Batterien von Nuki etwa zehn Monate halten. (Quelle: netzwelt)

Bei einem Schloss wollt ihr sicher keine Kompromisse eingehen und das Maximum an Sicherheit. Die Anbieter wollen euch genau dies bieten, heißt es auf der offiziellen Webseite. Dazu verwendet Nuki Bluetooth 4.0 Low Energy und ergänzt diesen Funkstandard mit einem eigenen Verschlüsselungsprotokoll.

Mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und einem eigenen Schlüssel soll die Nuki App mit dem Nuki-Schloss kommunizieren. Die verschlüsselten Daten werden per Bluetooth übertragen und bei Nuki entschlüsselt.

Nuki funktioniert mit vier normalen AA Batterien, die laut Hersteller im Lieferumfang enthalten sind. Bei acht bis zehn Sperrvorgängen am Tag sollten die Batterien etwa zehn Monate halten. Erreicht der Batteriestand 20 Prozent, bekommt der Nutzer eine Mitteilung über die App. Ist die Batterie komplett alle, könnt ihr die Tür laut Nuki ja noch mit einem Zweitschlüssel öffnen.

Personen einladen und Fernzugriff

Habt ihr eine Familie oder Freunde, könnt ihr diese zu Nuki einladen. Sie dürfen das Schloss ebenfalls benutzen. Im Test lief auch das recht einfach. Es wird einfach ein Code generiert, den der neue Nutzer bei sich eingibt. Administratorrechte behaltet ihr weiterhin dank einer persönlichen PIN-Nummer.

Kauft ihr euch zu Nuki auch eine Bridge, könnt ihr das Schloss auch über eine WLAN-Verbindung öffnen und schließen. Seid ihr zum Beispiel auf der Arbeit, sollt ihr auf diese Weise auch mal einen Handwerker ins Haus lassen können. Im Test hatten wir keine Bridge zur Verfügung und konnten diese Funktion nicht testen.

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Nuki-Fob und Smartwatch-Integration

Es gibt noch weiteres Zubehör für Nuki. So könnt ihr euch einen Nuki Fob kaufen, wenn ihr keine Lust auf die Auto-Unlock-Funktion habt. Es ist ein kleiner Bluetooth-Schlüsselanhänger, mit dem ihr eure Tür öffnet.

Ihr sollt Nuki künftig auch mit einer Smartwatch (Apple Watch und Android) steuern können. Wir finden, dass solch eine Funktion absolut zu diesem Konzept passt. Mit einem kurzen Wisch über das Handgelenk die Tür öffnen - das war vor Jahren noch Science-Fiction. Wir konnten diese Funktion leider noch nicht ausprobieren, tragen unsere Erfahrungen aber bei Gelegenheit nach.

Weiterhin ist zu erwähnen, dass ihr Nuki womöglich auch in euer Smart Home einbinden könnt. Laut der offiziellen Webseite bietet Nuki eine offene Schnittstelle und erwägt auch eine Einbindung in Apple Homekit.

Preis und Verfügbarkeit

Nuki Smart Lock ist vorbestellbar und kostet 230 Euro. Mit einer Bridge zusammen könnt ihr ein Kombipaket zu einem Preis von 300 Euro wahrnehmen. Ansonsten kostet die Nuki Bridge 100 Euro. Den Nuki Fob-Schlüsselanhänger bekommt ihr für 40 Euro. Die Auslieferung soll laut der offiziellen Webseite des Produktes ab November erfolgen.

Nuki: Fazit

Die Zukunft klackt an der Tür 7.2/10

Nuki ist ein interessanter Schlossaufsatz, mit dem ihr die Tür per Smartphone öffnet. Er ist schnell angebaut und funktioniert. Das Konzept des smarten Türschlosses hat Zukunft, gerade mit intuitiv bedienbaren Geräten wie Smartphones und Smartwatches.

Bei der Einrichtung müsst ihr jedoch wirklich darauf achten, alles zu überprüfen. In punkto Sicherheit muss alles klappen. Schade ist, dass sich das Schloss nach einem Eingabebefehl etwas langsam und deutlich zu laut öffnet und schließt.

Das hat uns gefallen

  • Schnelle Einrichtung
  • Übersichtliche App
  • Simples Design
  • Auto-Unlock
  • Smartwatch-Unterstützung

Das hat uns nicht gefallen

  • Drehung des Schlüssels dauert etwas lange
  • Zu laut
Testnote 7,2 von 10
Darius Schuiszill NEU
Bewertet von Darius Schuiszill
8,0 / 10
Einrichtung
8,0 / 10
Bedienung
7,0 / 10
Design und Verarbeitung
7,0 / 10
Kompatibilität
7,0 / 10
Preis-Leistung
Informationen zum Leihgerät

Das Unternehmen Nuki hatte netzwelt ein Leihgerät zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

8
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Bestenlisten

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