Solar-Rucksack: SunnyBag Explorer 2 im Test

Möge die Kraft der Sonne stets mit dir sein!

Möge die Kraft der Sonne mit dir sein! Wer den SunnyBag Explorer 2 auf den Rücken schnallt, kann selbst zum Kraftwerk werden. Möglich macht dies eine im Rucksack eingebaute Solarzelle, die sich auch abnehmen lässt. Im Test hinterlässt der Solar-Rucksack aus Österreich einen guten Eindruck.

Inhaltsverzeichnis

  1. Innen und Außen
  2. Auf dem Rücken
  3. In der Sonne
  4. Fazit

Von wegen Energiekrise: Wer diesen Rucksack auf dem Rücken trägt, produziert seinen Strom einfach selbst. Möglich macht dies eine unauffällig integrierte Solarzelle. Und diese lädt beim Wandern, auf Konzerten oder dem Weg zur Arbeit Handy, Navi oder die Digicam auf. Im Test hinterlässt die zweite Generation des SunnyBag Explorers einen sehr guten Eindruck. Und das liegt nicht nur an der Solarzelle.

Vielleicht das Wichtigste zuerst: Der knapp 150 Euro teure Explorer 2 der österreichischen Firma SunnyBag macht auch ohne Sonnenkraftwerk eine gute Figur. Auch wenn die eingebaute und abnehmbare Solarzelle natürlich der Grund sein wird, warum Sie sich diesen Artikel anschauen. Doch würden wohl nur ganz strenge Atomkraftgegner oder eben echte Nerds, einen hässlichen, unbequemen Rucksack durch die Gegend tragen wollen.

Für den dreiwöchigen Wandertrip ist das 25-Liter-Volumen zu knapp bemessen. Im Alltag schluckt der Explorer 2 aber die wichtigsten Dinge.
Für den dreiwöchigen Wandertrip ist das 25-Liter-Volumen zu knapp bemessen. Im Alltag schluckt der Explorer 2 aber die wichtigsten Dinge.

Beruhigend daher, dass sich die Macher für eine gute Basis entschieden haben. Dies fängt bei der Optik des Rucksacks an. Wir können uns den Explorer 2 sowohl auf dem Rücken eines Geschäftsreisenden als auch auf Wanderschaft beim nächsten Outdoor-Abenteuer vorstellen. Für längere Aktivitäten sind die 25 Liter Fassungsvermögen jedoch zu knapp bemessen. Ohnehin ist die Aufteilung der Taschen und Fächer im Inneren eher für den Alltagsgebrauch und den Kurztrip ausgerichtet.

Innen und Außen

Öffnet man den umlaufenden Reißverschluss des hinteren Hauptfachs, wird der Blick auf das extra abgetrennte Notebook-Fach frei. Modelle bis zu einer Bildschirmdiagonale von 15 Zoll passen hier locker herein. Gegen ungewolltes Verrutschen hilft eine Klettverschluss-Schlaufe. Davor finden sich zwei zusätzliche Fächer. Das eine fasst ein weiteres Gadget wie ein Tablet bis zu einer sieben Zoll Bildschirmdiagonale oder anderen Kleinkram. Das andere ist nicht weiter unterteilt und bietet sich für Alltagsgegenstände wie einen Pullover oder eine Regenjacke an.

Links und rechts entdecken wir jeweils kleine Mini-Fächer, die ebenfalls per Reißverschluss gesichert sind und Kleinkram aufnehmen. Schade - eine Trinkflasche passt hier nicht rein, was vor allem auf Wanderungen praktisch wäre. Ganz oben gibt es noch ein Fach, indem das Handy oder der Schlüsselbund ein sicheres Plätzchen findet.

Das verwendete Ripstop Nylon wirkt robust und zeigt nach einem zweiwöchigen Praxiseinsatz kaum Abnutzungserscheinungen. Etwas Umsicht sollte man dennoch aufgrund der Solarzelle walten lassen. Wer seinen Rucksack gern mit Schwung in die Ecke pfeffert, sollte darauf achten, dass die Oberfläche der Solarzelle dabei keine Kratzer abbekommt. Eine verkratzte Oberfläche könnte die Leistung mindern. Die Angst, die Solarzelle könnte brechen oder gar zersplittern, ist hingegen unbegründet. Der Rucksackboden ist durch eine Ledereinlage verstärkt. Schmutz lässt sich vom gesamten Rucksack schnell und einfach mit einem feuchten Tuch entfernen.

SunnyBag Explorer 2 im Test

Auf dem Rücken

Die dick gepolsterten, etwa sieben Zentimeter breiten Schultergurte sorgen für hohen Tragekomfort. Genau wie die Rucksackrückseite kommt ein atmungsaktives Gewebe zum Einsatz. Dennoch: In der prallen Sonne schwitzt man recht schnell, wenn man den Sunnybag auf dem Rücken hat.

Per Schnalle lässt sich die Weite verstellen, sodass der Rucksack bei Bedarf mal mehr, mal weniger eng am Rücken anliegt. Auf längeren Touren haben wir zusätzliche Verstellmöglichkeiten wie einen Brustgurt vermisst. Entspannt fällt das Auf- und Abziehen aus, denn der oben angebrachte Griff ist samtig gepolstert. Gut gefallen uns zudem Details wie die reflektierende Umrandung des Solar-Panels und die aus dem Boden herausziehbare Regenabdeckung.

SunnyBag Explorer 2 im Test

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In der Sonne

Highlight am SunnyBag Explorer 2 ist natürlich die eingebaute Solarzelle. Das Modul ist fest auf einer per Reißverschluss abzippbaren Tasche montiert. Der Vorteil: Auf diese Weise kann das Panel optimal zur Sonne ausgerichtet werden. Es ist also nicht notwendig, beim Zelten den gesamten Rucksack aufs Zeltdach zu schnüren. In der Tasche selbst finden die mitgelieferten Adapter und das zu ladende Gadget Platz.

Die erzeugte Energie kann entweder dazu verwendet werden, Handy und Co. direkt mit Strom zu versorgen. Oder aber man investiert in den von SunnyBag angebotenen Akku "PowerStick" als Zwischenspeicher. Den Akku kennen wir bereits vom SunnyBag Leaf. Er hat eine Kapazität von 8,1 Wattstunden.

Scheint die Sonne und ist die Zelle optimal ausgerichtet, ist der optionale Akku binnen zwei Stunden geladen. Im Test von netzwelt dauerte dies jedoch deutlich länger.
Scheint die Sonne und ist die Zelle optimal ausgerichtet, ist der optionale Akku binnen zwei Stunden geladen. Im Test von netzwelt dauerte dies jedoch deutlich länger.

Bei klarem Wetter und optimaler Ausrichtung zur Sonne schafft es die 5-Watt-Solarzelle laut Hersteller (der Explorer 1 bietet nur 3,4 Watt Panelleistung), den PowerStick binnen zwei bis drei Stunden vollständig aufzuladen. Ist der Akku einmal voll, lädt er ein iPhone 5c fast vollständig auf. Im Testzeitraum war der Hamburger Himmel leider oft wolkenverhangen. Dennoch konnten wir binnen zwei Wochen den Stick insgesamt viermal vollständig aufladen, sodass die vom Hersteller angegebenen Werte zu den Ladezeiten realistisch erscheinen.

Fazit

Im Test hinterlässt der SunnyBag Explorer 2 einen sehr guten Eindruck. Die Technik funktioniert zuverlässig und es macht sogar Spaß, den Strom fürs Handy selbst zu produzieren. Viele gut gemachte Details runden den positiven Gesamteindruck ab.

Wer bereits einen lieb gewonnenen Rucksack sein Eigen nennt, kann einen Blick auf SunnyBag Leaf werfen - eine Solarzelle, die man einfach am vorhandenen Rucksack befestigen kann. Wer zu Hause Strom per Solarzelle produzieren möchte, sollte sich "Changers" näher ansehen.

SunnyBag Explorer 2
SunnyBag Explorer 2 Alternativen

Zur besseren Einordnung und zum Vergleich haben wir die folgenden Alternativen zu SunnyBag Explorer 2 hinterlegt.

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